Ein Bild hunderttausender Erstis

kassel_erstsemesterSpiegel Online thematisiert die Erstsemesterzahlen ja mit schöner Regelmäßigkeit, und auch völlig korrekt bisher.

Das bei den Ersti-Artikeln bei SPON häufig benutzte Bild (siehe aktueller Artikel) ist der Kasseler Hörsaal Nummer 3 in der Diagonale am Standort Holländischer Platz. Es handelt sich dabei um ein Seminar oder (wahrscheinlicher) eine Facheinführung für Französisch auf Lehramt sowie Diplom-Wirtschaftsromanistik durch Prof. Inez De Florio-Hansen, eine Professorin welche übrigens seit 2008 emeritiert ist.

Aus urheberrechtlichen Gründen ist das Bild oben ein privates Foto vom ähnlich aussehenden Hörsaal 1. Klickt euch zum Artikel, um das angesprochene Foto zu sehen.

Die ewige Spiel-Liebe *schmacht*

Ab und an brennen sich mir Spiele ins Herz. Ja wirklich, richtig ins Herz. Und ja, Isa kennt sie alle, vermutlich besser als ihr lieb ist.

Ich liebe Computerspiele, und manche ganz besonders. Das sind dann Klassiker die ich derart gut fand, dass ich teils grässlich aussehenden Computerspiele auf Biegen und Brechen auf jedem neuen Rechner irgendwie zum Laufen bekomme.

Das Ding ist, dass ich da nur sehr schwer eine Liste aufmachen könnte. So funktioniert das nicht, denn so eine Liste würde immer anders ausfallen. Ich merke nicht auf Anhieb, ob ich das eine oder andere Spiel fortan immer wieder mal installieren und spielen werde, und ganz sicher besteht kein Zusammenhang mit Gamestar-Bewertungen oder dergleichen. Outwars war ein Beispiel für unerwartete Spiel-Liebe, genauso wie Battlezone. Übermäßige Liebe – in diese Kategorie gehört die Civilization Computerspieleserie, genauso wie dutzende Amigaspiele. Quake1.svgIn der Nostalgieecke, die sich mit der vorigen überschneidet, wartet Quake I darauf, wiederentdeckt zu werden. Die letzte Sicherheitskopie dieses Spiel musste ich vor ein paar Wochen verschrotten, nachdem ich auch nur Teile des Soundtracks noch auf MP3 retten konnte. Durch die CD konnte man an Stellen schon durchgucken … oO. Ich habe dafür aber noch einen Zettel mit meinem Frag-Count einer LAN mit einem Schulkameraden, wo ich bestimmt 3 Tage lang nach einer OP nur gezockt habe – natürlich ausschließlich Quake. Episch, zumal wegen der starken Schmerztabletten. Quake auf Schmerztabletten – it is scary as shit! Besonders die Nail-Gun war mit aufgedrehten Boxen eine herbe Sache.
Mal schauen wo ich das Spiel auftreiben werde.

Jedenfalls hab ich das Gefühl, dass sich eine weitere Spieleserie einreihen wird: Fallout. Das letzte mal hatte ich das auf einem 486er gespielt. Mehr als 10 Jahre später hat es mir der inzwischen dritte Teil der Serie angetan.

Und derzeit liegt auf meinem Schreibtisch ab und an: NFS U II (PC), NFS Porsche (Um es fluchend nach Absturz auf der ersten Strecke wieder wegzulegen), Mario Kart Wii, Medieval Total War II. Und dann Fallout, immer wieder Fallout.

(Bildquelle: Wikipedia)

Duell Steinmeier gg. Merkel – Ungenügend!

Heute Abend hatte ich das “Vergnügen”, beim Chilli machen (es gab Chili con Carne mit Kartoffeln statt Bohnen … sehr lecker!!!) nebenbei das Duell zu schauen. Als ich fertig war mit Essen machen, haben wir auf den Simpsons-Film umgeschaltet.

Nun bin ich sicher kein Freund von Populismus, doch muss ich schon anerkennen: Zur Politik gehört Populismus, in Maßen. Davon war bei Merkel und Steinmeier freilich nichts zu sehen. Sogar das Wahlprogramm der SPD und CDU sind aggressiver und populistischer geschrieben, als was die beiden Listen-Ersten da von sich gaben.

In Rhetorik und Argumentation sind beide durchgefallen. Als Vergleich: Im Ami-Land war ich in einem Junior-High Debattierkurs, (Junior = 9 u. 10 Klasse), und dort hat man sich mehr Mühe gegeben als die beiden Spitzenkandidaten heute Abend. Deren Auftritt war so schlecht, dass sie sich entweder nicht ordentlich vorbereitet hatten, oder ihre Berater keine Ahnung haben von Rhetorik. Ich kann es mir jedenfalls nicht erklären.

Nicht, dass sie nicht faktensicher gewesen wären, ganz im Gegenteil. Nur mit Wahlkampf haben beide wohl nichts am Hut. Dieses “Duell” war eine Art friedlicher Ideenwettbewerb, in Einzelmonologen, nur unterbrochen vom gelegentlichen ins-Wort-fallen durch die Moderatoren. Und diese Talk-Master, wenn man sie so nennen will, repräsentierten in diesem Horrorfilm der Rhetorik-Ahnungslosen die Gruppe der hirntoten Zombies – 2 Spitzenkandidaten im gleichen Raum, aber keine einzige Rechtsfertigungsfrage (”Warum …”) gestellt. Hirntot!

Natürlich ist meine Bewertung dieses “Duells” auch deshalb so schlecht, weil ich ein “Duell” erwartete. Die Ziele einer einer politischen Debatte sind normalerweise für den jeweiligen Teilnehmer …

1. … die Präsentation des eigenen Wahlprogramms.

2. … Unterschiede zur Gegenseite akzentuieren.

3. … Fehler der Gegenseite aufzeigen.

Nach dieser Reihenfolge / Prioritätenliste.

Was wir aber sahen war ein Gruppeninterview, bei dem die Antworten nach folgendem Motto gegeben wurden: Wenn ich eine “Sachlage” nur lange genug erkläre versteht es der Wähler irgendwann, und das reicht.
Der Hauptfehler dieser Denkweise ist, dass der Wähler nicht von seiner Position abgeholt wird, dass man also nicht davon ausgeht das der Wähler schon eine Meinung haben könnte. Das ist,  als ob ein Autohändler einem möglichen Käufer lang und breit die technischen Spezifikationen seines Spitzenmodells auflistet, ohne auch nur ein einziges mal zu erwähnen WARUM (Rechtfertigung) diese Spezifikationen für den Käufer von Vorteil wären. Das große Menschenfischen der Spitzenkandidaten war das “Fernsehduell” jedenfalls nicht.

Meine Wahlentscheidung wird davon nicht beeinflusst. Dafür bin ich aber gespannt auf Steinmeier am nächsten Samstag in Kassel, ob er da besser ist.

Angela Burns, äh, Montgomery Merkel …

merkel_burns“Quick, Smithers, release the dogs!”

Essen selber machen … EXTREME FAR OUT ;)

Wer bei Facebook ist, wird es wohl schon wissen. Ich bin das lebende Umsetzungsinstrument einer familiären Sparmaßnahme geworden. Nach dem Urlaub in der Schweiz war der Dispo bedenklich in die Untiefen des Soll gewandert. Und in Sachen Soll und Haben, das weiß ich noch aus Wirtschaft-Recht: Soll heißt “Das solltest du eigentlich besser wissen”.

Also wird die Carquevillische Nahrungsaufnahme hier in Kassel nun komplett von mir organisiert. Und ich sage euch, unter den Mensapreisen zu bleiben ist ziemlich einfach, vor allem bei Kaffee und Brötchen.

Jeden Tag eine kalte und eine warme Mahlzeit, so lautet die Regel (wir frühstücken nie). Bis zum Semesterbeginn wird das durchgehalten, und dann wird geschaut ob das in irgendeiner Form auch während des Semesters machbar ist. Ein echt leckerer Nebeneffekt ist, dass ich nun immer was zuhause auf Lager habe, um mit minimalsten Zusatzeinkauf etwas leckeres zu kochen. Dinge, die ich früher nie und nimmer rechtzeitig aufgebraucht hätte: Kartoffeln, Wurstpackungen, frisches Gemüse, Brotpackungen, Streukäse, Gewürze, Mayonnaise, usw..
Man kann sich also, so wie wir das gemacht haben, bei den Einkäufen immer schön zwei bis drei mögliche Gerichte plus die kalten Sachen für die Arbeit auf die kommenden Tage hin zurecht legen und dann variieren, je nach Lust, Laune und Bock. Pfannkuchen-Röllchen mit verschiedenen Belägen, das gibt es halt nicht jeden Tag.

Nebenbei trainiere ich damit auch für mein zukünftiges Leben als Voll- oder Teilzeit-Hausmann, worauf ich mich schon sehr freue. Sicher, ich kann nach dem Studium auch Karriere machen, aber warum soll ich die Fehler gewisser Verwandter in meiner Familie wiederholen? So ist es doch viel leckerer!

Bundeswehr, ab in den Irak!!!

Jawohl!

Ein ziemlich guter deutscher Kabarettist hat das mal ganz treffend dargestellt, wonach die CDU es ja nach wie vor bedauert, dass Deutschland sich unter Schröders SPD nicht am Krieg im Irak beteiligt hat.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Wäre es nach Merkel&Co gegangen, hätten wir inzwischen etliche zehntausend Iraker auf dem Gewissen, etliche hundert eigene Verluste – kurzum, wir wären wahrscheinlich heute noch im Irak, und die SPD … oder anders … jede Partei außer der CDU und FDP könnte auf stabile Mehrheiten im kommenden Bundestag bauen. Die Piraten – die gäbe es nicht. Wir hätten ganz andere Sorgen.

Wer CDU und FDP wählt, der wählt einen verstärkten und zunehmend kriegerisch geprägten Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Da brauch ‘mer nicht drummherum reden. Und für eine Fortführung der Atomkraft. Und für höhere Studiengebühren. Und für eine Einschränkung unserer Bürgerrechte, nicht nur im digitalen Raum, neben anderen Sachen.

Meine Wahl ist klar, oder?

Landtagswahlen vorbei. Änderungen: Keine!

Unerfreulich wenig erquickendes kommt aus den vergangenen Landestagswahlen vom letzten Wochenende. Vornweg: Die Piraten haben enttäuscht. Die SPD ebenso. Das kann man drehen und wenden wie man will, egal welche Zahlen man sich anguckt: Die SPD steuert in diesen Ländern auf eine dauerhafte Position auf jeweils sehr niedrige Werte zu, insbesondere wenn man sich die Wähler nach Altersgruppen anschaut.

Und ich kann verstehen warum: Arbeiter, Geringverdiener und Arbeitslose sind derzeit die letzten, die SPD wählen würden. Aus dieser ehemaligen Stammgruppe sind CDU-, NPD- und Linksparteiwähler geworden (in dieser Reihenfolge). Die SPD hat stabile Mehrheiten unter Angestellten und den mittleren Laufbahnen in der Privatwirtschaft, insofern diese nicht schon CDU-Wähler sind. Da liegt aber eben auch wenig Potential.
Die einzige Richtung, die offen bleibt – zum Glück für die SPD – sind Wähler mit Migrantenhintergrund, also z.B. Türkischstämmige, die in der 2. oder 3.Generation in Deutschland leben. Hier teilt man sich das Gebiet mit den Grünen.

Themen wie Bürgerrechte und Urheberrechte liegen griffbereit auf dem politischen Gabentisch, zwei bis drei Nummern zu groß für die Piraten um zuzugreifen. Hier liegt noch Potential, aber eben nicht viel.

Das Dumme an diesen Landtagswahlen war, dass es weder zu einer Katastrophe für die SPD, noch zu einem Befreiungsschlag kam. Andererseits: Es gab bereits derart viele Gelegenheiten für die SPD, sich selbst neu zu definieren … daran hätte kein Ergebnis irgendeiner einer Landtagswahl etwas geändert.

Julis gg. Piraten, SPD-Bashing, etc.

Inmitten des Artikels zum allwöchentlichen SPD-Bashing bei heise.de verbirgt sich ein brisanter Leak der Jungen Liberalen.
Dem geleakten internen Wahlkampf-Memo der JuLis nach legt man angesicht der Besetzung der Bürgerrechtsthemen durch die Piraten den eigenen Leuten nahe:

Angehörige der JuLis sollen die Piratenpartei gemäß dem Konzept nun am besten totschweigen. [...] Betont werden müsse auch, dass die Liberalen nicht in eine Regierung eintreten würden, “wenn zentrale Bürgerrechtseinschränkungen” von Schwarz-Rot und Rot-Grün “nicht zurückgenommen werden”.

Wen wollen die für dumm verkaufen? Sobald Schwarz-Gelb kommt, sind die Bürgerrechte doch längst wieder vergessen, und die FDP rollt auf den Rücken, spreizt die Beine und macht politisch wuff-wuff-guter-Hund.

Derweil ist die SPD weiter fleißig am Blamieren, und das auch noch bei einem philosophischen Thema. Was ist denn überhaupt eine “filmpolitische Sprecherin”?

Die filmpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Krüger-Leißner, blickt in puncto Bekämpfung der “Internet-Piraterie” neidisch nach Frankreich. “In Deutschland ist manches schwieriger als in anderen Ländern”, [...] “Wir haben starke Grundrechte in unserem Grundgesetz verankert, aber die hindern uns manchmal, einfache, klare Lösungen zu finden.” Als sie etwa gehört habe, wie die Franzosen das Problem von Urheberrechtsverletzungen über Online-Tauschbörsen “lösen“, habe sie sich gefragt, “warum wir das nicht hinbekommen”.

Was die in der DDR aufgewachsene Frau Krüger-Leißner wohl zur Filmexpertin ihrer Fraktion gemacht hat? Hat sie besonders viel West-Fernsehen geguckt?

Die SPD könnte sich bei Bürgerrechtsthemen wunderbar gegen die CDU positionieren, zum Beispiel mit dem Thema “Gläserner Bürger vs. undurchsichtigen Staatsapparat”. Oder mit einer liberaleren Linie in Sachen Urheberrecht. Stattdessen lassen Frau Krüger-Leißner und ihre Fraktionskollegen zu ständigen Generalverdächtigung ihren Wählern gegenüber hinreißen. Weiß die SPD überhaupt, wie ihre Wähler bei den Bürgerrechten ticken?

Man kann angesichts dieser Profillosigkeit eigentlich nur auf Schwarz-Gelb hoffen. Sollen die das Land doch mal wieder so richtig durch-regieren. Nach 4 Jahren hat die Bevölkerung dann wie gehabt die Schnauze voll und es ist Platz für neue Koalitionen.

Was machen wir dann so lange?

In der Schweiz solls ja ganz nett sein, hab ich gehört. Die sprechen auch sowas ähnliches wie Deutsch.

Gut jetzt!

So, nu is aber genug mit dem SPD-Bashing. Die Partei ist nicht perfekt, das stimmt, aber sie für alles Schlechte der großen Koalition verantwortlich zu machen spielt wohl am meisten in die Hände Zensur-, Verbots- und Kriegspielzeugfanatiker in der CDU.

Ich werde wählen gehen und ich werde die SPD wählen, wenn die Partei sich nicht noch einen rießen Super-Gau ala “Spiele-Verbot”, Zensurfanatismus oder dergleichen leistet. Ansonsten geht meine Stimme, und damit auch die Stimmen etlicher derer mit denen ich ab und an darüber quatsche, an die Piraten (und damit in den Müll). In einem solchen Fall will ich die CDU lieber mal so richtig “durchregieren” lassen, damit auf der Gegenseite die ewige SPD-Spalterei endlich ein Ende findet, und man wieder realistische Alternativen geboten bekommt.

Arbeitsplatz

so lässts sich gut arbeiten …

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Einer meiner Schreibtische derzeit ...

Meine Arbeitgeberin kümmert sich ganz gut um meine professionellen Bedürfnisse, muss ich sagen. Rechner Update, zwei TFTs, usw. Wenn ich jetzt noch einen USB-Kaffeetassen-Warmhalter bekäme … ;)

Ich arbeite dort echt gerne -  www.fallarchiv.uni-kassel.de