Pianke

pianke

„Pianke“ wurde von Peter Abraham geschrieben und 1982 das erste Mal veröffentlicht. Die Geschichte spielt während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland, und handelt von Andreas Groß, den alle nur Pianke nennen, und seinem Vater. Als beide nach einem Luftangriff aus dem Luftschutzbunker in ihre Wohnung zurück kehren wollen, warnt sie ein Luftschutzhelfer, das zwei Polizisten in der Wohnung warten würden. Kurzentschlossen fahren beide auf’s Land in eine kleine Hütte undnehmen neue Namen an. Pianke geht dort im Dorf zur Schule und der Vater geht seiner neuen Arbeit nach: Passschuster. Nachts kommen oft fremde Leute in die neue Behausung und reden mit dem Vater über Sachen, die Pianke nicht versteht. Eines Abends bringt der Jude Schmuckstein, dem früher einmal das Häuschen gehört hatte, die achtjährige Rachel zu Piankes Vater, mit der Bitte sie bei sich aufzunehmen, sowie das Boot von Schmuckstein für drei Mark abzukaufen, bevor es Schmuckstein von den Nazis abgenommen wird. Piankes Vater willigt ein und nimmt auch Rachel bei sich auf. Von da an waren sie nun also zu dritt. Rachel bekommt ebenfalls einen neuen Namen: Irma. Als der Vater keine Arbeitsutensilien mehr für seine Passschusterei mehr hat, schickt er Pianke in die Stadt zu einer Bekannten, die ihm einige Sachen verkaufen soll. Damit er den Weg findet, zeichnet ihm der Vater eine kleine Karte. Diese Karte lässt Pianke allerdings, nichts ahnend, bei der Frau, die dann mithilfe der Karte den Aufenthaltsort von Piankes Vater herausbekommt und eines Tages einfach bei den drei auftaucht. Sie zieht mit in das kleine Häuschen und schmeißt den Haushalt, was die Kinder, und vor allem Irma, die bis dahin für vieles verantwortlich war, um einiges entlastet. Eines Tages bekommt der Vater einen Tipp, dass die Häuser in ihrem kleinen Dorf durchsucht werden sollen. Ihr Häuschen wird verschont, weil Herr Herms, der die Untersuchung mitorganisiert, glaubt Piankes Vater sei der persönliche Photograph Adolf Hitlers. Während sie sich also sicher sein können, dass ihr Haus nicht durchsucht wird, machen sie sich Gedanken um eine Nachbarin. Sie stellt sich taubstumm, damit Herms nicht herausfindet, dass sie Französin ist. Piankes Vater lässt sich dazu überreden, ihr zu helfen und sie bei sich zu verstecken. In dieser Nacht setzen die Wehen bei der Französin ein und sie bekommt ein kleines Mädchen. Als Herms doch herausfindet, dass die Frau, die er für taubstumm hielt, eine Französin ist, will er sie der SS übergeben. Piankes Vater schreitet allerdings ein und hält ihn davon ab. Der Volkssturm will indessen alle Boote am Yachthafen zerstören, damit sie nicht in Feindeshand gelangen, Piankes vater kann aber sein Boot retten bevor es zerstört wird. Mit dem Segelboot fahren sie nun den Fluss entlang, genau zwischen den deutsche und en russischen Soldaten entlang, die sich über den Fluss hinweg beschießen. Die beiden Seiten wissen nicht was sie von dem Segelboot halten sollen, und zu welcher Seite sie gehören. Noch verwirrter waren die Soldaten, als sie von dem Boot Gesang hörten: „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus!…“

Peter Abraham
Fernseh-, Kurzfilm- und Kinderbuchautor, dessen Werke von humorvollen Entwicklungsromanen bis zu Geschichten, die in der Nazizeit spielen, reichen.

*19.01.1936 in Berlin-Neukölln
Ausbildung zum Verlagsbuchhändler
1954-1960Sortimenter am Buchhandel
1956-1960Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg
Ab 1960Entwicklungsdramaturg für Gegenwartswerke beim Deutschen Fernsehfunk (DFF)
Ab 1976freischaffender Schriftsteller

Preise und Auszeichnungen:
Kunstpreis der FDJ 1973
Kunstpreis des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds (FDGB) 1973
Alex-Wedding-Preis 1983

Werke (Auswahl):
„Die erste Stunde. Portraits“ 1969
„Faulpelzchen“ 1975
„Fünkchen lebt“ 1988

One thought on “Pianke

  1. Praechtig! Perfekt beschrieben. Diese Beschreibungen waren natürlich hilfreich. Meine Person ist jetzt ein Freund des Blogs für viele Jahre. Bin bald wieder da. Gruss an den Blog.

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