Antennenaugust

antennenaugust

Das Kinderbuch „Antennenaugust“, geschrieben von Kurt David, wurde 1975 das erste Mal veröffentlicht. Die Hauptfigur ist ein ca. 10 Jahre alter Junger, der von seinem Nachbarn Herrn Buchholtz einen jungen Bussard zur Aufzucht bekommt. Zunächst finden alle Nachbarn den Bussard, der den Namen August erhält, „süß“ (S. 22) und interessant. Einige Nachbarn bringen ihm sogar Futter vorbei. Als August fliegen gelernt hat, verschwindet er für einige Tage, taucht dann aber wieder im Dorf auf. Allerdings ist August nicht mehr ganz so zutraulich und bleibt auf den Dächern der Häuser, genauer gesagt auf den Antennen sitze – daher bekommt er auch den Namen Antennenaugust. Herr Buchholtz erklärt dem Jungen, dass es besser sein, den Bussard auszuwildern, sprich ihn in einen Wald zu bringen, doch mehrere Versuche schlugen fehl – August kehrte jedesmal ins Dorf zurück. Der Bussard „terrorisierte“ (S. 76) das Dorf, und die Einwohner wollten, dass er verschwindet. Der Gemeinderat hatte die Problematik mit dem Antennenaugust sogar auf seine Tagesordnung gesetzt, und entschieden, dass der Bussard erschossen werden muss. Nach einem letzten Versuch, in dem der Bussard mit einem Taxi möglichst weiter weg als bisher ausgesetzt wurde, kehrte August nach zwei Tagen zurück. Nachbar Buchholtz, der vom Gemeinderat damit beauftragt wurde, weil er in der Forstwirtschaft arbeitete, schoss daraufhin den Vogel vom Himmel.

Kurt David
Schriftsteller, der mit seinen zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern bekannt wurde. Seine Werke setzen sich vor allem mit dem Nationalsozialismus und dem Alltag in der DDR auseinander.

*13.07.1924 in Reichenau (Oberlausitz)
1942-1945Soldat im Zweiten Weltkrieg
1945-1946 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft
1946-1954Angestellter, danach Angehöriger der deutschen Volkspolizei, Kreissekretär des Kulturbundes
Ab 1954 freischaffender Schriftsteller
†02.02.1994 in Görlitz

Preise und Auszeichnungen:
Alex-Wedding-Preis 1970
1.Preis des Ministeriums für Kultur (MfK) 1970
Nationalpreis (NP) 1973

Werke (Auswahl):
„Im Land der Bogenschützen“ 1962
„Polnische Etüden“ 1963
„Der singende Pfeil“ 1962
„Der Spielmann vom Himmelpfortgrund“ 1964
„Der Schwarze Wolf“ 1966
„Tenggeri, Sohn des Schwarzen Wolfs“ 1968
„Beethovenbuch für junge Leute. Begegnungen mit der Unsterblichkeit“ 1970
„Die Überlebende“ 1972

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