Rez.: Becks letzter Sommer
Das Buch war ein Geburtstagsgeschenk, über das ich mich sehr gefreut habe. Benedict Wells Debütroman Becks letzter Sommer wurde von der Literaturkritik sehr wohlwollend aufgenommen.
Herr Beck, im Buch wie im folgenden nur noch Becks genannt, ist Lehrer. Nicht aus leidenschaft, sondern weil sein Vater es wollte. Trotzdem ist er recht erfolgreich in seinem Beruf. An einem Münchner Gymnasium unterrichtet er Deutsch und Musik. Und Musik ist das, worum sich eigentlich alles in seinem Leben dreht - oder drehen sollte. Doch irgendwie kam ihm das Leben dazwischen. Seit Jahren langweilt er sich in seinem Beruf und wünscht sich die guten alten Zeiten mit seiner Band zurück. Dann entdeckt Becks, dass einer seiner Schüler ein wahres Musik-Talent ist. Rauli, ein Junge aus Litauen, kann nicht gut Deutsch, aber umso besser spielt er auf der Gitarre. Und in diesem Jungen glaubt Becks seine Chance zu sehen.
Die Geschichte dreht sich vortan um Musik, Musik, die verschmähte und die unverhoffte Liebe, Musik, eine merkwürdige Reise nach Istanbul und um noch mehr Musik.
Highlight ist der Aufbau des Romans. Es gibt 2 Teile, die mit A- und B-Seite betitelt sind. Die Kapitel heißen Tracks und sind als Unterüberschrift immer mit einem Song verbunden. Eigentlich müsste man dieses Buch also mit dem dazugehörigen Soundtrack lesen. Grandios!
Fazit: Tolles Buch über einen alternden Lehrer, dessen Leben die Musik ist. Daher könnte das Buch für Leute, die nicht wissen wer Jimi Hendrix und Bob Dylan ist, nicht ganz so geeignet sein. Für alle anderen: Auch wenn der Mittelteil etwas lang ist: Es lohnt sich!


Für Verena:
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